Firmenwagen-Rechner (1-%-Regelung)

1 % / 0,5 % / 0,25 %Mit Arbeitsweg-AnteilNetto-Kosten geschätzt

Privat genutzte Firmenwagen werden pauschal versteuert: 1 % des Listenpreises plus 0,03 % je Arbeitsweg-Kilometer – E-Autos deutlich günstiger. Der Rechner zeigt den geldwerten Vorteil und was er Sie netto kostet.

Geldwerten Vorteil berechnen Formular FW-01
km
Stand · Januar 2026

Ergebnis Ihrer Berechnung

Grundbetrag (Privatnutzung)
Zuschlag Arbeitsweg (0,03 %/km)
Geldwerter Vorteil / Monat
Belastungssatz (Steuer + ggf. SV)
Netto-Kosten / Monat (ca.)

*Hybrid-Begünstigung nur bei Erfüllung der gesetzl. Reichweiten-/CO₂-Kriterien. Die BLP-Grenze für 0,25 % wurde mehrfach angehoben (zuletzt 70.000–100.000 € je nach Anschaffungsjahr) – maßgeblich ist das Lohnbüro. Alternative Fahrtenbuchmethode nicht abgebildet.

Wie die 1-%-Regelung wirklich rechnet

Die Privatnutzung eines Firmenwagens ist ein geldwerter Vorteil, der wie Gehalt versteuert wird. Pauschal setzt sich der Monatsbetrag aus zwei Teilen zusammen: 1 % des Bruttolistenpreises (Neupreis inkl. Sonderausstattung – auch bei Gebrauchtwagen!) für die Privatnutzung plus 0,03 % des Listenpreises je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg. Bei 52.000 € BLP und 18 km sind das 520 € + 281 € = 801 € monatlich, die dem Brutto zugeschlagen und versteuert werden.

Der große Hebel heißt Elektro: Bei reinen E-Autos wird nur ein Viertel des Listenpreises angesetzt (0,25 %-Regel, bis zur jeweils gültigen BLP-Grenze), bei förderfähigen Plug-in-Hybriden die Hälfte – der Vorteil aus dem Beispiel schrumpft beim E-Auto auf rund 200 € monatlich. Netto kostet der Vorteil je nach Grenzsteuersatz und Sozialversicherungspflicht etwa die Hälfte des Bruttobetrags. Alternative für Wenig-Privatfahrer: das Fahrtenbuch, das nur die tatsächliche Privatnutzung ansetzt – lohnend bei unter ~20 % Privatanteil, aber dokumentationsintensiv. Und wer an weniger als 15 Tagen im Monat pendelt (Homeoffice!), kann statt der 0,03-%-Pauschale die tagesgenaue 0,002-%-Methode nutzen.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Firmenwagen trotz 1-%-Regelung?
Meist ja, wenn der Arbeitgeber alle Kosten (Versicherung, Wartung, oft sogar Tanken/Laden) trägt: Die Netto-Belastung von einigen hundert Euro ist fast immer günstiger als ein privat gehaltenes vergleichbares Auto. Kritisch wird es bei teurem Verbrenner, langem Arbeitsweg und geringer Privatnutzung.
Warum zählt der Listenpreis, obwohl das Auto gebraucht/geleast ist?
Das Gesetz stellt bewusst auf den Bruttolistenpreis bei Erstzulassung ab – unabhängig vom tatsächlichen Kaufpreis, Rabatten oder Leasing. Das benachteiligt Gebrauchte und macht rabattstarke Neuwagen sowie E-Autos mit 0,25 %-Regel relativ attraktiver.
1-%-Regel oder Fahrtenbuch – was ist besser?
Faustregel: Bei hoher Privatnutzung und günstigem Listenpreis gewinnt die Pauschale, bei wenig Privatfahrten und teurem Wagen das Fahrtenbuch. Es muss allerdings lückenlos und zeitnah geführt werden – elektronische Fahrtenbücher nehmen die Hauptarbeit ab.

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