Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Kernfrage ist einfach: Leben Sie von Ihrer Arbeitskraft? Der Check ordnet Ihre Situation nach den Kriterien von Finanztip und Verbraucherzentrale ein – ohne Produktwerbung.

Ihr Schnell-Check Frage 1

Kriterien: Finanztip & Verbraucherzentrale (BU-Bedarf) · Stand: Juli 2026

Unverbindliche Orientierung auf Basis der genannten Quellen – ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung und keinen amtlichen Bescheid.

Warum die BU als wichtigste freiwillige Versicherung gilt

Die Arbeitskraft ist für die meisten Menschen das mit Abstand größte Vermögen: Wer mit 30 Jahren 3.000 € netto verdient, erarbeitet bis zur Rente weit über eine Million Euro. Fällt diese Einnahmequelle durch Krankheit weg – häufigste Ursachen sind heute psychische Erkrankungen, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats – ersetzt der Staat nur wenig: Die volle Erwerbsminderungsrente gibt es erst, wenn man in keinem Beruf mehr als drei Stunden täglich arbeiten kann, und sie liegt im Schnitt unter 1.000 € monatlich.

Deshalb stufen Finanztip und die Verbraucherzentralen die BU für alle ein, die vom Einkommen leben, als vorrangig ein – noch vor Hausrat, Handy- oder Zahnzusatzversicherungen. Der Beitrag hängt stark von Beruf, Eintrittsalter und Gesundheit ab; der früheste sinnvolle Zeitpunkt ist oft die Ausbildung oder das Studium. Dieses Tool bewertet nur den Bedarf – die Auswahl eines konkreten Tarifs gehört in eine unabhängige Beratung (Verbraucherzentrale, Versicherungsberater).

Häufige Fragen

Reicht nicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente?
In den seltensten Fällen: Die volle EM-Rente setzt voraus, dass Sie in keinem Beruf mehr als 3 Stunden täglich arbeiten können, und liegt im Durchschnitt unter 1.000 € monatlich. Berufsunfähigkeit im eigenen Beruf ist gesetzlich für nach 1961 Geborene gar nicht mehr abgesichert.
Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Als Faustregel etwa 70–80 % des aktuellen Nettoeinkommens – genug, um Fixkosten und Leben zu decken, inklusive der weiterlaufenden Altersvorsorge. Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt spätere Erhöhungen ohne neue Gesundheitsprüfung.
Was passiert, wenn ich bei den Gesundheitsfragen etwas vergesse?
Falsche oder unvollständige Angaben können den Versicherer im Leistungsfall zum Rücktritt berechtigen – der Schutz ist dann trotz jahrelanger Beiträge weg. Fordern Sie im Zweifel Ihre Patientenakte an und beantworten Sie die Fragen vollständig; bei Vorerkrankungen hilft die anonyme Risikovoranfrage.

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