Stromspeicher-Rechner

HTW-FaustregelAutarkie & EigenverbrauchEhrliche Amortisation

Jahresverbrauch und PV-Leistung eingeben – der Rechner empfiehlt die Speichergröße nach der HTW-Faustregel und zeigt Eigenverbrauch, Autarkiegrad und Amortisation, ehrlich gerechnet gegen die entgangene Einspeisevergütung.

Speicher dimensionieren Formular SP-01
kWh
kWp
kWh
€/kWh
€/kWh
€/kWh
Richtwert

Ergebnis Ihrer Berechnung

Empfohlene Speichergröße
Eigenverbrauch ohne → mit Speicher
Zusätzlich selbst genutzt
Autarkiegrad mit Speicher
Ersparnis durch den Speicher / Jahr
Investition (bei Ihrem €/kWh-Preis)

Modellrechnung nach HTW-Berlin-Faustregeln: 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Verbrauch (×1,3 mit Wärmepumpe/E-Auto), gedeckelt bei 1,5 × kWp. Jede gespeicherte kWh spart Strompreis minus entgangene Einspeisevergütung; 90 % Speicherwirkungsgrad und max. ~75 % Autarkie sind eingerechnet. Exakte Werte hängen vom Lastprofil ab.

Wie groß sollte der Speicher sein – und was bringt er wirklich?

Die bewährte Faustregel der HTW Berlin: rund 1 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch – mit Wärmepumpe oder E-Auto eher das 1,3-Fache. Als Deckel gilt: nicht mehr als das 1,5-Fache der PV-Leistung in kWp, denn ein Speicher, den der Tagesüberschuss nie füllt, ist totes Kapital. Oberhalb dieser Werte flacht der Autarkie-Zuwachs pro zusätzlicher kWh stark ab.

Der wirtschaftliche Effekt: Ohne Speicher nutzen typische Haushalte nur 25–35 % ihres Solarstroms selbst, mit passendem Speicher 60–75 % – der Speicher verlagert den Mittagsüberschuss in den Abend. Wichtig für die ehrliche Rechnung: Jede gespeicherte Kilowattstunde spart nicht den vollen Strompreis, sondern Strompreis minus entgangene Einspeisevergütung (bei 35 ct und 7,78 ct also rund 27 ct) – und etwa 10 % gehen als Speicherverluste verloren. Beides ist hier eingerechnet, ebenso die physikalische Grenze von rund 75 % Autarkie: Im Winter liefert die Sonne schlicht zu wenig, 100 % Unabhängigkeit sind mit Heimspeichern nicht erreichbar.

Bei Preisen von rund 440–800 € je kWh (installiert, dank 0 % Mehrwertsteuer beim Kauf mit PV-Anlage) amortisieren sich passend dimensionierte Speicher meist in 8–12 Jahren – bei 15–20 Jahren Lebensdauer moderner LFP-Systeme bleibt danach echter Gewinn. Am meisten profitieren Haushalte mit hohem Abendverbrauch; wer tagsüber im Homeoffice viel direkt verbraucht, braucht weniger Kapazität.

Quellen & Grundlagen: HTW Berlin – Unabhängigkeitsrechner · Verbraucherzentrale – Batteriespeicher

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Stromspeicher überhaupt?
Meist ja, wenn die Größe stimmt: Bei rund 27 ct Vorteil je verlagerter kWh (Strompreis minus Einspeisevergütung) und Preisen ab etwa 440 €/kWh liegt die Amortisation typisch bei 8–12 Jahren – gegenüber 15–20 Jahren Lebensdauer. Unwirtschaftlich wird es vor allem durch Überdimensionierung.
Kann ich mit Speicher komplett autark werden?
Nein. Realistisch sind 55–75 % Autarkie im Einfamilienhaus – im Winter reicht der Solarertrag nicht, und saisonale Speicherung ist für Privathaushalte unwirtschaftlich. Der Rechner deckelt die Autarkie deshalb bewusst bei 75 %.
Speicher nachrüsten oder gleich mitkaufen?
AC-gekoppelte Speicher lassen sich jederzeit nachrüsten; DC-gekoppelte sind effizienter, brauchen aber einen kompatiblen (Hybrid-)Wechselrichter. Wer eine neue PV-Anlage plant, fährt mit dem Komplettsystem meist günstiger – auch wegen der 0 % Mehrwertsteuer auf das Gesamtpaket.

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