Weihnachtsgeld-Rechner: Steuer & Netto

Sonstiger Bezug erklärtTarif 2026 (§ 32a EStG)Netto vom 13. Gehalt

Zu versteuerndes Jahreseinkommen und Weihnachtsgeld eingeben – der Rechner ermittelt die Lohnsteuer auf den sonstigen Bezug nach dem Tarif 2026, zieht optional Sozialabgaben ab und zeigt das Netto vom Weihnachtsgeld.

Weihnachtsgeld netto berechnen Formular WG-01

Das zu versteuernde Einkommen entspricht grob dem Jahresbrutto abzüglich Sozialabgaben, Werbungskosten- und Vorsorgepauschalen – es steht im letzten Steuerbescheid. Als Näherung: Jahresbrutto × 0,78.

Stand · Januar 2026

Ergebnis Ihrer Berechnung

Lohnsteuer auf das Weihnachtsgeld
Sozialabgaben (≈ 21 % AN-Anteil)
Abzüge gesamt
Netto vom Weihnachtsgeld
Ihr Grenzsteuersatz in dieser Zone

Rechnung nach der Differenzmethode für sonstige Bezüge: Jahressteuer mit und ohne Weihnachtsgeld verglichen (§ 39b EStG, Tarif 2026 ohne Kirchensteuer). SV-Abzug pauschal 21 % – entfällt anteilig, soweit das Jahresgehalt über den Beitragsbemessungsgrenzen liegt.

Warum vom Weihnachtsgeld weniger übrig bleibt als vom Monatslohn

Weihnachtsgeld ist steuerlich ein sonstiger Bezug: Die Lohnsteuer darauf wird nicht wie beim Monatslohn berechnet, sondern nach der Differenzmethode – Jahressteuer mit Weihnachtsgeld minus Jahressteuer ohne. Dadurch wird die Sonderzahlung faktisch mit Ihrem Grenzsteuersatz belastet, also dem höchsten Satz Ihrer Progressionszone – und der liegt spürbar über dem Durchschnittssatz des normalen Gehalts. Genau deshalb wirkt der Abzug auf der November-Abrechnung so hoch.

Zusätzlich fallen Sozialabgaben an (zusammen rund 21 % Arbeitnehmeranteil) – allerdings nur, soweit Ihr Jahresverdienst die Beitragsbemessungsgrenzen noch nicht ausgeschöpft hat. Für die Sozialversicherung zählt das Weihnachtsgeld als Einmalzahlung mit anteiliger Jahresbetrachtung (Märzklausel bei Zahlung im 1. Quartal). Ein kleiner Trost: Was unterjährig zu viel an Lohnsteuer einbehalten wurde, holt die Steuererklärung zurück – die Differenzmethode dieses Rechners entspricht bereits der endgültigen Jahresbetrachtung.

Einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld gibt es nicht – er entsteht durch Tarif- oder Arbeitsvertrag oder durch betriebliche Übung (dreimalige vorbehaltlose Zahlung). Laut Tarifbindung erhalten gut die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland Weihnachtsgeld; die Fünftelregelung gilt dafür übrigens nicht, sie ist Abfindungen und mehrjährigen Vergütungen vorbehalten.

Quellen & Grundlagen: § 39b EStG (sonstige Bezüge) · § 32a EStG (Steuertarif)

Häufige Fragen

Habe ich Anspruch auf Weihnachtsgeld?
Nur wenn Tarifvertrag, Arbeitsvertrag oder betriebliche Übung ihn begründen – ein gesetzlicher Anspruch existiert nicht. Betriebliche Übung entsteht, wenn der Arbeitgeber dreimal in Folge vorbehaltlos zahlt; ein klarer Freiwilligkeitsvorbehalt verhindert das.
Warum ist der Steuerabzug im November so hoch?
Weil das Weihnachtsgeld als sonstiger Bezug mit dem Grenzsteuersatz belastet wird – dem höchsten Satz Ihrer Progressionszone, nicht dem Durchschnittssatz. Bei 38.000 € zvE liegt der Grenzsteuersatz bereits um 30 %, während der Durchschnittssatz erst bei rund 17 % steht.
Zählt Weihnachtsgeld für die Minijob-Grenze?
Ja – regelmäßig gezahltes Weihnachtsgeld wird aufs Jahr umgelegt und kann den Minijob-Status kippen: 2026 dürfen im Schnitt 603 €/Monat (7.236 €/Jahr) inklusive Einmalzahlungen nicht überschritten werden. Vor der Zusage im Minijob also unbedingt die Jahresgrenze prüfen.

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