Krankentagegeld-Rechner

Lücke pro Tag & Monat70/90-Regel & BBG-DeckelWerte 2026

Brutto- und Nettoeinkommen eingeben – der Rechner ermittelt Ihr gesetzliches Krankengeld ab der 7. Woche und zeigt die tägliche und monatliche Lücke, die ein privates Krankentagegeld schließen müsste.

Einkommenslücke ermitteln Formular KTG-01

Gesetzlich Versicherte: Krankengeld = 70 % vom Brutto, höchstens 90 % vom Netto, gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung (2026: 5.812,50 €/Monat). Davon gehen noch Ihre Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab (≈ 12 %).

Stand · Januar 2026

Ergebnis Ihrer Berechnung

Gesetzliches Krankengeld (brutto)
Abzüglich SV-Beiträge (≈ 12 %)
Krankengeld netto (ca.)
Ihre monatliche Lücke
Empfohlenes Krankentagegeld

Ab Woche 7 zahlt nicht mehr der Arbeitgeber, sondern die Krankenkasse – bis zu 78 Wochen. Privat Krankenversicherte und Selbstständige erhalten gar kein gesetzliches Krankengeld und sichern das volle Netto über Krankentagegeld ab.

Die Lücke ab der 7. Woche – und warum sie größer ist als gedacht

Bei längerer Krankheit endet die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers nach sechs Wochen. Danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld: 70 % des Bruttoeinkommens, höchstens aber 90 % des Nettos – und gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze (2026: 5.812,50 €/Monat). Vom Krankengeld gehen zusätzlich noch Ihre Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab, zusammen rund 12 %. Unterm Strich fehlen den meisten Angestellten 20 bis 30 % ihres Nettoeinkommens – bei Gutverdienern über der Bemessungsgrenze deutlich mehr, weil der Deckel das Krankengeld unabhängig vom tatsächlichen Gehalt begrenzt.

Genau diese Lücke schließt ein privates Krankentagegeld: eine Versicherung, die je Krankheitstag einen vereinbarten Betrag zahlt. Der Rechner ermittelt die Lücke pro Monat und Kalendertag und rundet die Empfehlung auf marktübliche 5-€-Schritte. Wichtig beim Abschluss: Das Tagegeld darf zusammen mit dem Krankengeld das bisherige Netto nicht übersteigen, sonst kürzt der Versicherer.

Für Selbstständige und privat Krankenversicherte ist das Thema noch dringlicher: Sie erhalten gar kein gesetzliches Krankengeld (Selbstständige nur mit Wahltarif) und müssen das volle Nettoeinkommen absichern – hier beginnt das Tagegeld idealerweise schon ab dem 22. oder 29. Tag statt ab Woche 7.

Quellen & Grundlagen: § 47 SGB V (Höhe des Krankengelds)

Häufige Fragen

Wie lange wird Krankengeld gezahlt?
Für dieselbe Krankheit maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren – davon übernimmt der Arbeitgeber die ersten 6 Wochen als Lohnfortzahlung, die Kasse also bis zu 72 Wochen. Danach folgt bei fortdauernder Arbeitsunfähigkeit meist die Aussteuerung in Arbeitslosen- oder Erwerbsminderungsleistungen.
Ist das Krankengeld steuerfrei?
Ja, es ist steuerfrei – unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt: Es erhöht den Steuersatz auf Ihr übriges Einkommen im selben Jahr. Eine Steuernachzahlung im Folgejahr ist deshalb häufig; die Abgabe einer Steuererklärung ist bei mehr als 410 € Krankengeld Pflicht.
Wie viel Krankentagegeld sollten Selbstständige ansetzen?
Als Faustwert den kompletten privaten Finanzbedarf pro Monat (Lebenshaltung + laufende Fixkosten + Kranken-/Altersvorsorgebeiträge) geteilt durch 30 – denn es gibt keinen gesetzlichen Sockel. Auch Betriebskosten, die weiterlaufen, sollten bedacht werden; dafür gibt es ergänzend die Betriebsunterbrechungs- bzw. Praxisausfallversicherung.

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